Wenn eine Lady erzählt, welche Frage sie bei Dates am häufigsten hört, kommt meistens: Ist das eigentlich Dein richtiger Name?Nein, es ist nicht ihr richtiger Name! Nie. Keine Escort Lady in unserer Agentur ist mit ihrem echten Namen gelistet. Luisa, Lilly, Emmi, Aphrodite.... Das sind alles Künstlernamen. Oder Pseudonyme. Oder Aliasse (klingt seltsam, aber der Plural von Alias ist laut Duden wirklich Aliasse oder einfach Alias). Meinetwegen auch Deck- oder Tarnnamen, wenn Sie eine Vorliebe für die James Bond Nummer haben...Versteht sich doch eigentlich von selber. Die Damen wollen anonym bleiben. Genau wie Sie. Gut, es gibt einige Kunden, die mit Ihrem vollen Namen bei uns buchen. Vielen Dank für Ihr Vertrauen. Viele Bucher möchten natürlich genau so unerkannt bleiben wie eine Studentin, die mit ein paar Escort Dates ihre Finanzen aufbessert.Eine Dame fragte neulich: Warum ist den Kunden eigentlich mein Name so wichtig? Es ist doch nur ein Name.Genau wissen wir das natürlich auch nicht, aber
Nenn' ich dich, so kenn' ich dich (Volksmund)
Namen sind Menschen eben wichtig. Der Linguist Ferdinand de Saussure hat erklärt, dass wir Namen und Begriffe brauchen, um uns überhaupt eine mentale Vorstellung von Menschen und Dingen machen zu können. [1] Umgekehrt weckt jedes Wort, das wir hören, eine bestimmte Assoziationskette in uns. Wenn Sie das Wort Escort hören, feuern ihre Neuronen buchstäblich aus allen Rohren und tausende von Vorstellungen und Erinnerungen werden auf bewusster und unbewusster Ebene geweckt. Hoffentlich positive... (wenn Sie wissen wollen, was Neuronen mit Escort zu tun hat, lesen Sie Platon und Kant im Neuronensturm)Viele Bucher fragen wahrscheinlich deshalb nach dem Namen einer Lady, weil sie glauben, ihr noch näherzukommen. Ein allzu verständlicher Wunsch. Trotzdem werden Sie bei der Frage nach dem „richtigen Namen“ in den seltensten Fällen eine Antwort kriegen.Es ist auch nicht erforderlich. Wir brauchen nur dann einen Namen, um uns ein mentales Bild zu machen, wenn diese Person gerade nicht anwesend ist. Sitzt sie uns gegenüber, braucht es keinen Namen, um das mentale Bild zu produzieren. Denn wir hören, sehen und - je nach Situation – riechen, fühlen und schmecken sie auch.Ob Sie mit einer Frau auskommen oder nicht, hat nichts mit Ihrem Namen zu tun und auch nichts mit ihrem Namen. „Chemie“ zwischen Menschen entscheidet sich auf einer Gefühlsebene, die keine Namen braucht.Sie können ja mal den Test machen und sich bei Ihren nächsten Dates Mr. Anonym nennen statt Thomas oder Andreas. Es wird genau gar keinen Einfluss auf die Qualität des Treffens haben. Oder vielleicht doch. Nun wird die Dame neugierig und fragt sich: Wer ist denn nun dieser Mr. Anonym? Jetzt sag schon, wie Du wirklich heißt.Wir Menschen sind eben verdammt neugierige Wesen.
Literatur[1] Ferdinand De Saussure: Course in General Linguistics, Columbia University Press, New York 2011, ISBN 978-0231157278.Der Post Ist das eigentlich Dein richtiger Name? wurde zuerst auf http://bit.ly/1oweu9g gesehen.
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