Sonntag, 12. Oktober 2014

Mein Escortleben I – Das ist Escort für mich

Eine Agentur lebt von hervorragenden Ladies. Was wäre daher unser Blog, wenn nicht auch einmal eine Dame zu Wort käme? In dieser vierteiligen Reihe erzählt Joelle aus ihrem Leben als Escortdame.

Joe erzaehlt Als ich den Entschluss fasste, als Escortdame zu arbeiten, wusste ich nur annähernd, was auf mich zukommt. Das ist vermutlich normal. Ich bin ein sehr weltoffener Charakter, der gern Neues probiert und sexuell sehr aufgeschlossen ist. Soweit waren das gute Voraussetzungen. Heute glaube ich, dass jede Dame – egal, ob dominant oder zurückhaltend – äußerst anziehend auf Männer wirken kann. Ich gehöre dennoch eher zu den Frauen, die sehr offen umgehen mit allem, was das „Escortleben“ zu bieten hat. Ich rede gern mit den Männern, die ich treffe, lache viel und sehe es als eine Bereicherung meines Erfahrungsschatzes, an dem absolut nichts Verwerfliches ist. Und ich wünschte, es gäbe viel mehr Menschen, die mit dieser Toleranz durch’s Leben gehen. Umso schwieriger ist es für mich, mir gegenüber meinen Freunden und Bekannten nichts anmerken zu lassen. Oft brennt es mir auf der Zunge, in Gesprächen an mehr Offenheit zu appellieren, dass es Menschen gibt, die ihr Leben anders gestalten als andere. Natürlich ist Escort ein heikleres Thema als das Fernsehprogramm oder das Outfit der Freundin. Und genau aus diesem Grund ist es vermutlich besser, seine Nebentätigkeit erst einmal für sich zu behalten. Vielleicht auch für immer. Es sei denn, man hat diesen besonderen Menschen an der Seite, der einen nie für etwas verurteilen würde. Ich habe ihn. Beziehungsweise sie. Ich will diesen Teil meines Lebens konsequent für mich behalten. Es fällt es mir auch nicht mehr schwer, mich daran zu halten. Es ist wie ein zweites Leben, das ich nicht mit meinem anderen Leben in Verbindung bringe. Eine Ausnahme habe ich jedoch gemacht: ich habe meiner besten Freundin davon erzählt, weil sie der vorurteilsfreieste Mensch ist, den es gibt. Sie hörte es sich an einem verregneten Abend bei einem Glas Wein an und war zu keinem Zeitpunkt schockiert darüber, wie ich mir etwas dazu verdiene. Ganz im Gegenteil. Sie fand es interessant und bat mich lediglich, gut auf mich aufzupassen. Ich liebe sie dafür, dass ich vor ihr so sein kann, wie ich wirklich bin: frei von jeglicher Norm. Mein Freigeist lässt mich außerdem Spaß an meinem „Job“ haben. Ich mag es nicht, dieser Tätigkeit einen beruflichen Charakter zu verleihen, denn ist weitaus mehr. Es ist nie gleich, immer individuell und jeder Mann ist besonders. Im Gleichzug versuche ich auch, das Wort „Kunde“ zu vermeiden.  Wir sind Damen und Herren. Frauen und Männer. Es ist schön, seine Bedürfnisse zu kennen. Noch schöner ist es, zu wissen, wie man sie befriedigen kann. Daher stehe ich auch hinter der Entscheidung jedes Mannes, der besondere Stunden mit einer Dame verbringen will. Und ich glaube, das ist das Zweitwichtigste, um gemeinsam eine harmonische Zeit zu verbringen.  Das Wichtigste aber ist es, mit sich selbst und der Escort-Tätigkeit im Reinen zu sein. Es bringt nichts, sich zu verstellen. Ich möchte jedem Mann danken, der mir die Freiheit gibt, beim erotischen Spiel das zu tun, was ich auch sonst machen würde. Denn ist es nichts anderes als eine Vereinbarung. Niemand ist voneinander abhängig, nicht wegen der Zweisamkeit und nicht wegen des Geldes. Das ist Escort.

Hier geht es zu Joelles Sedcard.

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