Samstag, 1. November 2014

Mein Escortleben IV – Gehen, wenn’s am schönsten ist

Escort Joe aus Berlin erzählt, Teil IV. Passend zum letzten Teil ihrer kleinen Serie schreibt Joelle hier über die Flüchtigkeit der Begegnung und den unweigerlichen Abschied.

begleitdame verabschiedung

Escortdamen lieben die verführerische Präsentation, genießen die männliche Aufmerksamkeit und das ist schließlich auch ihr Job. Ich benutze das Wort "Job", obwohl ihr mittlerweile wisst, dass ich von dem beruflichen Charakter dieser Tätigkeit gern Abstand nehme. Aber so ist es wohl. Natürlich kann es auch mal vorkommen, dass man etwas länger zum Warmwerden braucht, aber das ist normal. Wer kann schon vorhersehen, wie es zwischen zwei Menschen läuft? Dann kommt eins zum anderen. Man verbringt einen netten Abend bei einem leckeren Essen und Wein miteinander, lernt sich kennen, lacht und zieht sich schließlich zurück. Alles, wie es sich ergibt. Manchmal herrscht eine so große Harmonie zwischen zwei Menschen, dass man von Grenzen nichts mehr hören will. Und eine Dame, die einem alles gibt, was man sich genau jetzt, genau so wünscht, dabei toll aussieht und Stilgefühl beweist, möchte ein Mann vermutlich öfter sehen. Das ist ein großes Kompliment. Ich hatte bereits Treffen, bei denen mich Herren äußerst süß mit einem Meer aus Kerzen auf dem Zimmer überrascht haben. Dazu gab es meinen Lieblingswein und ein paar Oliven. Wunderbar. Kennt ihr dieses Funkeln in den Augen? Diese aufrichtige Zuneigung? Ich spürte dann, dass ich am liebsten nie wieder losgelassen würde. Nun, ich war dabei, gab und genoss Nähe und tat das, was die Situation vervollständigte. Nach dem Date erhielt ich ein überwältigendes Feedback - und natürlich freute ich mich darüber. Es ist immer wieder schön, zu wissen, dass sich jemand auf einen freut und den Drang nach einem Wiedersehen verpürt.. Aber dann gibt es diese Grenzen. Zwar weiß niemand, wo die Liebe hinfällt, und das ist auch gut so. Jedoch finden die Zusammentreffen im Rahmen des Escorts auf ganz anderen Ebenen statt. Jede Dame möchte ihrem Date gern das geben, was er sich wünscht, doch dazu zählt leider nicht, alles aufzugeben, loszulassen und durchzubrennen. Sorry, werte Herren. Escort ist schließlich eine Belohnung. Wir verwöhnen euch wirklich gern, aber bitte bringt uns nicht in die Situation, einen Heiratsantrag ablehnen zu müssen. Es wäre doch schade um diese prickelnde, verheißungsvolle Stimmung. Alles kann, nichts muss. Ich verstehe die Männer. Das Leben geht manchmal seltsame Wege und ehe man sich versieht, hat es sich in Richtungen ausgebreitet, deren Wege man eigentlich nie gehen wollte. Doch in den meisten Fällen gibt es kein Zurück. Man übernimmt Verantwortung - und das oft nicht nur für sich allein, sondern für eine ganze Familie. Und auch wenn es jeder will, ist es manchmal unmöglich, alle Bedürfnisse unter einen Hut zu bekommen. Und dann gibt es uns Damen. Mit etwas Vorlauf sind wir gern da, um unerfüllte Wünsche zu realisieren, zuzuhören und uns hinzugeben. Dabei entstehen oft angenehme zwischenmenschliche Ebenen, gute Gespräche und es entwickeln sich Sympathien. Das Sahnehäubchen ist dann, dass wir euch, werte Männer, unseren Körper schenken. Für ein paar Stunden. Nicht mehr und nicht weniger.

Eure Joe

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